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Eindrücke eines Interviews… (oder auch: Gedanken einer Unkundigen)

 

Spiegel: Glauben sie denn, dass der Krieg im Irak sich doch noch gewinnen lässt?

Rice: Ja natürlich, ich glaube es wird gelingen. (... ) Also langsam bin ich wirklich ein kleines bisschen verwirrt… Wir gewinnen den Krieg, wir verlieren den Krieg, wir gewinnen den Krieg, wir verlieren den Krieg… ja was denn nun?!?!

(... )

Rice: (... ) Ich glaube jedermann, und das war in der Region selbst auch so, ist beeindruckt und erfreut, dass es ein erneuertes Engagement der Amerikaner für den Irak gibt Na, ich weiß nicht recht… schließlich gilt doch: Schlimmer geht’s immer! Ganz besonders, wenn die Bush-Regierung die Finger im Spiel hat… mal gänzlich davon abgesehen, dass unserem guten George sein Volk momentan gehörig den Marsch bläst von wegen neues Soldaten in den Irak pumpen!  und dass Präsident Bush nicht auf diejenigen hört, die sagen: Überlass die Iraker doch ab jetzt einfach ihren eigenen Problemen. (... ) Würde ich auch nicht tun an seiner Stelle… kommt wieder zu schnell ein Saddam, der ihm kein Öl geben will…!

(... )

Spiegel: Ist es nicht an der Zeit, direkte Gespräche mit Iran aufzunehmen?

Rice: Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr, dass die Iraner täglich die internationalen Auflagen verletzen. Ich glaube, dass sie sich an Operationen beteiligen, die im Irak zum Tod amerikanischer Soldaten führen. (... ) Genau, aber wohlgemerkt nur AMERIKANISCHER Soldaten…die schießen nämlich immer an allen anderen vorbei…und bevor sie den bösen Jungs Sprengstoff geben, bringen sie ihnen bei erst die Zivilisten und nicht-Amerikanern zu evakuieren, damit auch bloß amerikanische Soldaten in die Luft gesprengt werden…! Lustigerweise muss sie es ja noch ein zweites Mal erwähnen…

(... )

Rice: (... ) Wir werden nicht herumsitzen und zulassen, dass sie sich an Operationen beteiligen, bei denen unsere Soldaten ums Leben kommen. Amerikaner in die Luft II…ein bisschen gesunder Patriotimus hat noch keinem Land geschadet, nicht wahr Frau Rice…

(... )

Rice: (...) Stellen wir uns vor, wir setzen uns mit den Iranern zusammen. Glaubt irgendjemand wirklich, dass sie dann sagen: Gut, wir reden über die Stabilisierung des Irak, aber wir haben keine Forderungen zu unserem Atomprogramm? Oder nehmen wir die Syrer: Wir wollen über die Stabilisierung im Irak reden, aber wir haben keine Forderungen den Libanon betreffend? Natürlich wäre ihr einziger Beweggrund, mit uns zu reden, einen Vorteil für sich selbst herauszuschlagen. Genau, die sind nämlich voll böse! Weil die Amerikaner, die sind total nett. Die wollen nämlich helfen, ohne irgendeinen Vorteil davon zu haben, total selbstlos!  Das ist aber keine Diplomatie, sondern Erpressung. Das heißt, dass Diplomaten sich stundenlang darüber streiten wie sie vorgehen könnten ohne dass jemand am Ende einen Vorteil hat… nun gut, war mir zwar neu, aber durchaus eine interessante Definition, werde das bei Gelegenheit mal durchexerzieren…

(... )

Rice: (... ) Ich befürchte, sie [die Syrer] würden nur mit uns reden, um für sich einen Vorteil zu erringen. Und das ist ein Preis, den wir nicht zahlen wollen. Eben, weil sie ja dann einen Nachteil haben, was bedeutet, dass die Syrer einen Vorteil haben, was ja bei Diplomatie nicht passieren darf. Wie ist das eigentlich, wenn wir diplomatische Beziehungen mit Amerika unterhalten und der Irak dabei einen Vorteil ha oder womöglich alle…? Achso… ich vergaß, das ist ja Erpressung…

(... )

 

28.1.07 23:07





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